SONSTIGE OBJEKTE Barren zu 37 1/2 Solotniki,
SONSTIGE OBJEKTE Barren zu 37 1/2 Solotniki,
Estimated price : €2,000
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Description
Von großer Seltenheit. Sehr schönes Zeitdokument Das russische Mittelalter ist vom 12. bis 14. Jahrhundert ohne nennenswerte Münzprägung geblieben. Als Zahlungsmittel diente in dieser Zeit Silber in Barrenform, dessen Haupttypen die "Kiewer" und "Nowgoroder Grivnas" sind. Während die Nowgoroder Barren eine längliche Stabform aufweisen, sind die Kiewer Exemplare durch eine deutlich gedrungenere, sechseckige Form gekennzeichnet. Ihr Gewicht ist dem Byzantinischen entlehnt und liegt um die 160 g, was 37 1/2 Solotniki (= 159,98 g) entspricht. Ihre Oberfläche zeigt eine deutliche Blasenbildung und wirkt dadurch sehr rauh. Dies lässt Rückschlüsse auf den Gußvorgang zu, bei dem wohl Formen aus Ton zum Einsatz kamen, die noch einen hohen Feuchtigkeitsgehalt besaßen, also nicht vollständig ausgetrocknet waren. Einige Grivnas weisen Gegenstempel auf, andere zeigen Linienmarkierungen und Ritzungen auf ihrer Oberfläche, welche sie für den Umlauf in einem bestimmten Fürstentum zulässig machten. Da Barren in der vorliegenden Form nur für sehr große Geldzahlungen verwendet werden konnten, ruhten sie wahrscheinlich eher in den Schatzkammern der herrschenden Oberschicht, als daß sie auf den alltäglichen Märkten anzutreffen waren. Deshalb gehören sie heute zu den großen Seltenheiten der russischen Geldgeschichte. (Zu den Silberbarren der "münzlosen Zeit" vgl. Kaim, R.: Die altrussische Münzgeschichte und die Prägungen von 1350-1700, Hagen 1979, S. 31 und 52-97; Spasski, I. G.: Das russische Münzsystem, Berlin 1983, S. 51-57).
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Information for lot 7683 from Auction 172
| Nominal/Year | Barren zu 37 1/2 Solotniki, |
|---|---|
| Rarity | Von großer Seltenheit. |