SACHSEN, KURFÜRSTENTUM Moritz, 1547-1553. Goldene Notklippe zu einem Dukaten 1547, Leipzig,
SACHSEN, KURFÜRSTENTUM Moritz, 1547-1553. Goldene Notklippe zu einem Dukaten 1547, Leipzig,
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Description
GOLD. Von großer Seltenheit. Vorzügliches Exemplar
Herzog Moritz von Sachsen verließ 1542 den Schmalkaldischen Bund und lavierte über mehrere Jahre hinweg zwischen der protestantischen und der kaiserlichen Seite. 1546 wechselte der protestantische Fürst formell die Fronten und schloß sich Kaiser Karl V. an. Nach Verhängung der Reichsacht über seinen ernestinischen Verwandten, Kurfürst Johann Friedrich, fiel Moritz in Kursachsen ein. Auch Leipzig fiel im Zuge dieser militärischen Operation in seine Hände. Doch schon bald erschien Johann Friedrich mit einer Streitmacht vor der Stadt und begann am 5. Januar 1547 mit der Belagerung. Rasch entstand unter den Verteidigern ein erhöhter Geldbedarf, der durch die Prägung von Notklippen aus Gold und Silber gedeckt werden sollte, da die vom Stadtkommandanten Bastian von Wallwitz befehligten Söldner mit gutem Geld bezahlt werden mußten. Zur Vermünzung gelangte insbesondere das aus dem Besitz des Stiftes Merseburg stammende Silbergeschirr und Kirchengerät, das vor dem Kriege aus Sicherheitsgründen in Leipzig eingelagert worden war. Das verfügbare Edelmetallgerät wurde zu diesem Zweck in der Stadt von Goldschmieden und Handwerkern eingeschmolzen, zu Zainen gegossen, zu klippenförmigen Schrötlingen geschnitten und schließlich zu Notgeld geprägt. Die Klippen tragen in Initialen Namen und Titel des Herzogs Moritz und den herzoglich-sächsischen Rautenschild. Bereits am 27. Januar hob der Gegner die Belagerung wieder auf, da ein kaiserliches Entsatzheer sich der Stadt näherte.
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Information for lot 4617 from Auction 116
| Nominal/Year | Goldene Notklippe zu einem Dukaten 1547, |
|---|---|
| Mint | Leipzig, |
| Rarity | Von großer Seltenheit. |
| Quotes | Brause-Mansfeld Tf. 16, 6; Fb. 2623; Keilitz 261; Maillet Tf. LXIX, 3 |