SACHSEN, KURFÜRSTENTUM Moritz, 1547-1553. Silbergußmedaille 1544 (spätere Arbeit, Ende des 16. Jahrhunderts),
SACHSEN, KURFÜRSTENTUM Moritz, 1547-1553. Silbergußmedaille 1544 (spätere Arbeit, Ende des 16. Jahrhunderts),
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Description
RR Ein Meisterwerk der deutschen Renaissance. Vorzügliches Exemplar Exemplar der Slg. Eugen Felix, Kunstmedaillen aus der Periode der Deutschen Renaissance, Auktion A. Hess Nachf., Frankfurt/Main 1895, Nr. 232.
Ob dieser sogenannte "Moritzpfennig" seine Entstehung einem Auftrag des Kurfürsten verdankt, oder ob H. Reinhart das als Silberschmiedewerk einzig dastehende Stück aus eigener Initiative und auf eigene Gefahr herstellte, bleibt ungewiß. Jedenfalls hat die Annahme viel für sich, daß das Schaustück anläßlich der vor dem Ausbruch des Schmalkaldischen Krieges besonders lebhaft, gerade von Kurfürst Moritz betriebenen Einigungsbestrebungen entstanden ist, für die das Athanasianische Bekenntnis eine geeignete Grundlage zu bieten schien. War doch die Trinitätslehre für beide Konfessionen ein gemeinsamer Glaubenssatz.
Die Tafelinschrift HAEC EST FIDES CATHOLICA, VT VNVM DEVM IN TRINITATE ET TRINITATEM IN VNITATE VENEREMVR ist dem dritten Satz des Athanasianischen Glaubensbekenntnis entlehnt, die folgenden Worte bis MAIESTAS dem fünften und sechsten Satz desselben (mit unwesentlicher Umstellung), der Schluß O VENERANDA (usw.) ist laut Tentzel "ein Seufzer der alten Kirche" und laut Domanig einem kirchlichen Hymnus entnommen.
Das Wort MAIESTAS, das in der Tafelinschrift durch seine Stellung hervorgehoben wird, bezeichnet den Typus der Darstellung der Dreifaltigkeit als "Gnadenstuhl" auf der Vorderseite. CVDEBAT (in der Umschrift auf der Rückseite) hat nach dem Sprachgebrauch der Zeit die Bedeutung:"hat hergestellt"; in diesem Sinne verwendet z. B. Luckius "cusus" ständig.
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Information for lot 3986 from Auction 105
| Nominal/Year | Silbergußmedaille 1544 (spätere Arbeit, Ende des 16. Jahrhunderts), |
|---|---|
| Rarity | RR Ein Meisterwerk der deutschen Renaissance. |