KÖNIGLICH DÄNISCHER ANTEIL Christian VII., 1766-1808. Dukat 1771, Altona.
KÖNIGLICH DÄNISCHER ANTEIL Christian VII., 1766-1808. Dukat 1771, Altona.
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GOLD. Von größter Seltenheit. Fast vorzüglich Christian VII., der jüngere Sohn Friedrichs V., stand zu Beginn seiner Regierungszeit unter dem Einfluß seines Leibarztes und Reisebegleiters Johann Friedrich Graf von Struensee, der in kürzester Zeit zum allmächtigen Minister aufstieg. Struensee entfernte im Einvernehmen mit Königin Karoline Mathilde (Schwester König Georgs III. von Großbritannien) die bisherigen Günstlinge und Minister vom Hofe und bekämpfte die der Königin abgeneigte dänische Adelsaristokratie. Im Innern führte der aus Deutschland stammende Minister tiefgreifende, durchaus vernünftige Reformen durch und wollte einen aufklärerischen Staat nach dem Vorbild Friedrich II. von Preußen errichten. Die Verbindung zwischen Struensee und der Königin ging allerdings bald über das Maß des Normalen hinaus, und das uneheliche Paar herrschte praktisch unumschränkt, indem es den schwachen König von den Staatsgeschäften fernhielt. Der Minister fertigte sogar Kabinettsbefehle ohne königliche Unterschrift aus. Struensee und die Königin machten sich dadurch nicht nur fast alle hochgestellten Persönlichkeiten zum Feind, sondern reizten auch die Bevölkerung durch unpopuläre Maßnahmen, wie z. B. der Verdrängung der dem Minister unbekannten dänischen Sprache durch die deutsche. Die Lage eskalierte, als Karoline Mathilde am 7. Juli 1771 eine offenbar von Struensee stammende Tochter gebar. Im Januar 1772 wurde Struensee verhaftet und die königliche Ehe getrennt. Am 28. April 1772 wurde Struensee wegen strafbaren Umgang mit der Königin und Anmaßung und Missbrauch der höchsten Gewalt grausam hingerichtet, indem ihm erst die rechte Hand, dann der Kopf abgeschlagen und der Rumpf zerstückelt wurde.In Struensees Verwaltungsreformen zählten auch Maßnahmen zur Verbesserung des Münzwesens. Seit der Schließung der Münzstätte in Glückstadt 1720 hatte, bis zur Regierungszeit Christians VII., in den Herzogtümern Schleswig und Holstein keine königliche Münzstätte existiert. 1771 wurde die Münzstätte in Altona eröffnet, und die ersten Prägungen waren Dukaten nach niederländischen Vorbild, auf denen ausdrücklich die Münzstätte genannt wurde. Der erste Dukat aus Altona von 1771 zählt zu den großen Raritäten der dänischen und schleswig-holsteinischen Münzgeschichte.
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Information for lot 1716 from Auction 112
| Nominal/Year | Dukat 1771, |
|---|---|
| Mint | Altona. |
| Rarity | Von größter Seltenheit. |
| Quotes | Fb. 282 (dort unter Dänemark); Hede 1; Lange 122 |