KÖNIGLICH DÄNISCHER ANTEIL Friedrich I., 1490-1523-1533. 1 Mark 1514, Husum.
KÖNIGLICH DÄNISCHER ANTEIL Friedrich I., 1490-1523-1533. 1 Mark 1514, Husum.
Estimated price : €25,000
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Description
Von allergrößter Seltenheit. Sehr schön Exemplar der Slg. Peter Hauberg, Kopenhagen, der Slg. Zinck, Teil 1, Auktion Høiland 13, Kopenhagen 2001, Nr. 38 und der Auktion Fritz Rudolf Künker 100, Osnabrück 2005, Nr. 869.
Friedrich I., *1471, war der jüngere Sohn Christians I. und Dorothea von Brandenburg. Zum Geistlichen bestimmt, ging er nach Köln und kehrte nach dem Tode seines Vaters in die Heimat zurück. Er wurde zum Herzog von Schleswig-Holstein zugleich mit seinem Bruder Johann gewählt. Im Jahre 1490, bei seiner Volljährigkeit, kam es zur Teilung der Herzogtümer, bei der er für sich und seine Erben den Gottorper Teil erhielt. Außerdem erhob er Ansprüche auf die Mitregierung in Dänemark und Norwegen und nahm den Titel "Erbe zu Norwegen" an, den auch die späteren Herzöge von Gottorp und Sonderburg beibehalten haben. Friedrich vermählte sich 1502 mit Anna, Tochter des Kurfürsten Johann von Brandenburg, die jedoch schon 1514 starb. Seine zweite Vermählung fand 1518 mit Sophie, Tochter Bogislaws X. von Pommern statt. Friedrich begünstigte die Reformation, der er 1527 auf dem Reichstag zu Odense Duldung zusicherte. Er hat die Herzogtümer mehr als die Königreiche Dänemark und Norwegen geliebt und sich während seiner ganzen Regierung durch Festigkeit, Mäßigung und Klugheit ausgezeichnet. Er starb am 10. April 1533 auf Schloß Gottorp und wurde im Dom von Schleswig beigesetzt.
Zu Anfang des 16. Jahrhunderts begannen die beiden führenden Städte des Wendischen Münzvereins, Lübeck und Hamburg, mit der Prägung von Großsilbermünzen in Markwährung. Der zuvor im lübischen Währungsraum ausgeprägte Witten bzw. dessen Teilstücke hatten für den Bedarf des Geldverkehrs nicht mehr ausgereicht. Der Erfolg der beiden Hansestädte mit der Markwährung führte bald zu Nachahmungen benachbarter Münzherren: Magnus und Balthasar von Mecklenburg (1502), Heinrich und Albrecht von Mecklenburg (1502), Johann Rohde, Erzbischof von Bremen (1511, Nr. 5495 dieses Kataloges) und die vorliegende Markprägung des Herzogs Friedrich I. von Schleswig-Holstein. Neben den Bedürfnissen des Geldverkehrs spielte bei der Ausprägung von großen Silbernominalen auch das Prestigebewußtsein der genannten Fürsten eine Rolle. So zeigt Herzog Friedrich in seinem Wappen auch den norwegischen Löwen, um seinen Anspruch auf dieses Königreich zu demonstrieren.
Die Husumer Mark Friedrichs I., ein Schlüsselstück zur Markwährung, zählt zu den bekanntesten Prägungen von Schleswig-Holstein und zu den begehrtesten Seltenheiten der norddeutschen Numismatik.
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Information for lot 5548 from Auction 176
| Nominal/Year | 1 Mark 1514, |
|---|---|
| Mint | Husum. |
| Rarity | Von allergrößter Seltenheit. |
| Quotes | Galster 115; Lange 11; Jesse 604 |