KÖNIGREICH Karl IX., (1560-) 1604-1611. 6 Mark 1610, Göteborg.
KÖNIGREICH Karl IX., (1560-) 1604-1611. 6 Mark 1610, Göteborg.
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Description
GOLD. Von allergrößter Seltenheit. Einziges bekanntes Exemplar im Handel und neben dem Stück im Königlichen Münzkabinett Stockholm 2. bekanntes Exemplar. Min. gewellt, sehr schön + Exemplar der Slg. Gunnar Ekström, Auktion Ahlström 8, Stockholm 1975, Nr. 74 (zuvor erworben 1950 von Hermann Rosenberg, Luzern). Erworben aus der Slg. Karl-Erik Schmitz, Teil I, Auktion Schweizerischer Bankverein/Spink & Son, Zürich 1989, Nr. 509.
Auf Initiative des Königs Karl IX. wurde auf der Insel Hisingen, gegenüber der wichtigsten westschwedischen Festung Älvsborg, eine neue Stadt gegründet. Sie wurde Göteborg genannt, erhielt 1607 ihre Privilegien und wurde hauptsächlich von holländischen Kaufleuten bewohnt. Die Privilegien umfaßten bereits das Recht zur Prägung von Gold- und Silbermünzen. Erst 1609 wurden Münzordnungen herausgegeben, u. a. für Gold- und Silbermünzen in Marknominalen. Das einzige - nach unserer Kenntnis - tatsächlich ausgeprägte höhere Nominal war das hier vorliegende 6-Mark-Stück in Gold. In den schriftlichen Quellen vorhandene Zeichnungen für Silbermünzen zu 6, 2, 1 und eine halbe Mark zeigen jedoch, daß es Pläne für die Ausgabe weiterer Kurantmünzen gab.
Nach den Vorschriften des Münzprivilegs sollten die Münzen auf der einen Seite das Bild oder den Namen des Königs und auf der anderen Seite das Wappen Göteborgs zeigen. Das Wappen bestand aus einem gelben Löwen über drei Flüssen auf einem blauen Feld. In der rechten Tatze hielt der Löwe ein erhobenes Schwert, in der linken einen blauen Schild mit drei Kronen. Merkwürdigerweise wird der Löwe auf unserer Münze verkehrterweise nach rechts gewandt ("fliehend") dargestellt.
Das goldene 6-Mark-Stück war ein ungewöhnliches Nominal, das nur im Jahr 1609 in Stockholm geprägt worden war. Um das Jahr 1610 entsprachen 6 Mark schwedischer Währung einem Riksdaler. Das Edelmetall zur Münzprägung wurde auch durch den Handelszoll gewonnen, der entweder in international anerkannten Goldmünzen oder in Riksdalern entrichtet werden mußte. Die Goldprägung in Göteborg muß allerdings äußerst gering gewesen sein. Heute sind nur zwei Exemplare des 6-Mark-Stückes bekannt, nämlich das Exemplar im Königlichen Münzkabinett in Stockholm und das vorliegende Exemplar. Auch die Sammlung Elias Brenner (1647-1717) enthielt ein solches Stück, das später nach Rußland verkauft wurde. Vermutlich handelt es sich dabei um das hier zum Ausruf gelangende Exemplar von Julius Hagander.
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Information for lot 6017 from Auction 185
| Nominal/Year | 6 Mark 1610, |
|---|---|
| Mint | Göteborg. |
| Rarity | Von allergrößter Seltenheit. Einziges bekanntes Exemplar im Handel und |
| Quotes | Ahlström 16 (XR); Hagander 58; Fb. 24 |