BISTUM Adolf von Nassau als Administrator, 1373-1379. Goldgulden o. J. (1373/74 und 1376/77), Bingen.
BISTUM Adolf von Nassau als Administrator, 1373-1379. Goldgulden o. J. (1373/74 und 1376/77), Bingen.
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Description
GOLD. Sehr schön Nach dem Tod des Mainzer Erzbischofs Gerlach von Nassau 1371 mußte seine Nachfolge geregelt werden. Karl IV. war gegen Adolf von Nassau, ein Neffe des verstorbenen Erzbischofs Gerlach, weil der Kaiser befürchtete, daß die Wahl seines Sohnes Wenzel zum deutschen König am Widerstand Adolfs von Nassau scheitern könnte. Die Mainzer Kurwürde erhielt anstelle Adolfs Johann I. von Luxemburg, der aber bereits 1373 nach nur zweijähriger Regierungszeit starb. Wieder intervenierte der Kaiser und bat den Papst, nicht Adolf, sondern Ludwig, den Bischof von Bamberg, zum Erzbischof von Mainz zu ernennen. Der Einfluß Ludwigs auf das Erzbistum Mainz war allerdings begrenzt. Adolf, vom Domkapitel zum Administrator ernannt, führte in Wahrheit die Regierungsgeschäfte im Erzstift. Schließlich wurde 1379 Adolf auch de iure vom Papst als Erzbischorf von Mainz bestätigt. Der hier angebotene, sehr seltene Goldgulden aus der Münzstätte Bingen weist Adolf als Bischof von Speyer aus und nennt seinen Titel als Administrator des Erzstiftes Mainz. Die Prägung muß also vor 1379 entstanden sein. Die Münzstätte Bingen hat für Mainz gearbeitet, wohl vor allem deshalb weist Eberhard Link in seinem Korpuswerk der Binger Münzen (1989) diesen Gulden dem Erzbistum Mainz zu. Die hier versuchte Zuweisung erschien uns dennoch wegen des eindeutigen Bezuges zu Speyer vertretbar.
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Information for lot 652 from Auction 92
| Nominal/Year | Goldgulden o. J. (1373/74 und 1376/77), |
|---|---|
| Mint | Bingen. |
| Weight | 3,20 g finegold |