ERZBISTUM Johann VII. von Schönenberg, 1581-1599. Doppelte Reichstalerklippe 1587, Koblenz.
ERZBISTUM Johann VII. von Schönenberg, 1581-1599. Doppelte Reichstalerklippe 1587, Koblenz.
Estimated price : €40,000
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Description
Kabinettstück von allergrößter Seltenheit. 2. bekanntes Exemplar. Feine Patina, vorzüglich erhalten Exemplar der Slg. Rainer, Auktion Otto Helbing, München 10.03.1902, Nr. 7198.
Der Münzherr dieser prachtvollen und äußerst seltenen Prägung, dessen Familie von dem westlich von Bingen gelegenen Ort Schöneberg stammte, wurde am 31. Juli 1581 vom Trierer Domkapitel zum Erzbischof gewählt. Am 26. Januar 1582 erhielt Johann VII. die päpstliche Bestätigung, und am 12. August 1582 empfing er die Bischofsweihe. Der Erzbischof war kränklich und zögerlich, und seine Regierungszeit war wenig glücklich. Sie war zudem überschattet durch Kriege an den Grenzen des Erzstifts, durch militärische Durchzüge, durch Mißernten, durch Räuberbanden und durch die Pest. Schlimme Ausmaße nahm in den Jahren 1587-1593 die Hexenhysterie besonders in der Umgebung Triers an, wo in dieser Zeit ca. 350 Hexenverbrennungen stattfanden. Seit 1560 wurden auch Protestanten mit brutalen Methoden verfolgt. Die repräsentative und extrem seltene Doppeltalerklippe, die den Apostel Petrus zeigt, ist ein eindrucksvolles historisches Dokument einer der bedeutenden Kirchenfürsten zur Zeit der Gegenreformation.
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Information for lot 4204 from Auction 105
| Nominal/Year | Doppelte Reichstalerklippe 1587, |
|---|---|
| Mint | Koblenz. |
| Rarity | Kabinettstück von allergrößter Seltenheit. 2. bekanntes Exemplar. |
| Quotes | Dav. 9919 Anm.; v. Schr. 54 |