REGENTSCHAFT TUNIS (UNTER EINEM BEY - 1574-1957) - VON 1881 BIS 1956 FRANZÖSISCHES PROTEKTORAT
REGENTSCHAFT TUNIS (UNTER EINEM BEY - 1574-1957) - VON 1881 BIS 1956 FRANZÖSISCHES PROTEKTORAT
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Description
II Ungewöhnliche Anfertigung von früher und hoher Qualität!
Geschaffen ad hoc nach dem Vorbild des Osmanischen Ordens des Ruhms [Nisan-i Iftihar] (letzterer gestiftet 1831 [1247] von Sultan Mahmud II. ), vergab Abu Alnakuba Mustafa al Hussaini Pascha Bey (1786-1837), 16. Bey und Inhaber der Regentschaft in Tunis, im Jahr 1836 an seinen außenpolitischen Berater, Giuseppe Conte Raffo (1795-1862), eine als Orden des Ruhms [Nischan al Iftikhar] bezeichnete Auszeichnung als Zeichen seiner besonderen Wertschätzung für die ihm und seiner Familie geleisteten besonderen Verdienste.
Veranlaßt durch seinen persönlichen Adjutanten, dem ebenfalls aus dem Königreich Piemont-Sardinien stammenden Oberst Louis Calligaris (1808-1870), Gründer der Militärschule von Tunis, nahm Achmed I. Bey (1806/1837-1855), Nachfolger von Mustafa I. Bey, den Gedanken auf, eine eigene Auszeichnung zu schaffen, verwirklichte 1843 die Vorschläge seines Adjutanten, und stiftete eine zunächst vierstufige Auszeichnung unter der Bezeichnung Nischan al Iftikhar, wozu Calligaris auch das Reglement verfaßte (2. Modell).
Zunächst fügte Abu Abdullah Mohammed II. al Hussaini Pascha Bey (1810-1859), Nachfolger von Achmed I. Bey, nach seiner Regierungsübernahme 1855 seine eigene Namenschiffre [???? - Muhammad] ein, sah sich jedoch 1857 gezwungen, aufgrund der extrem hohen Kosten für die Herstellung der Insignien in echten Steinen, den Orden zu reorganisieren und die Gestaltung der Dekorationen wesentlich zu verändern. Er beauftragte hierzu Si Mohammed Gara, den Direktor der tunesischen Münze in Le Bardo, der die neuen Insignien entwarf und deren neue Gestaltung auch die Zustimmung von Mohammed II. Bey fand. Die neuen Insignien des möglicherweise fünfklassigen (Höchste Klasse und 1 bis 4. Klasse) wurden in brillantiertem und teils reperciertem Silber und tlw. emailliert ausgeführt (3. Modell, 1. Ausgabe), und bis 1891, dem Jahr ihrer Schließung, in der Regel in der tunesischen Münze von Le Bardo hergestellt. Danach wurden sie von verschiedenen Juwelieren in Tunis (u. a. Sfez) angefertigt, sowie schon seit spätestens 1860 auch in Paris (u. a. von Stopin und Dupetitbosq, Lemaître und Arthus-Bertrand, Billars und A. D. Marie, sowie Chobillon, Krétly und Fayolle).
Sein Nachfolger Abu Abdullah Mohammed III. as Sadok al Hussaini Pascha Bey (1813-1882), fügte nach seinem Regierungsantritt 1859 seine eigene Namenschiffre [???? ?????? - Muhammad as Sadok] in die Medaillons der Insignien ein (3. Modell, 2. Ausgabe). Mit Dekret vom Februar/März 1861 erließ er schließlich umfangreiche Statuten und erweiterte ihn auf nunmehr sechs Klassen (Höchste Klasse, 1. bis 5. Klasse).