STADT Silbermedaille 1716,
STADT Silbermedaille 1716,
Estimated price : €750
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Description
RR Prachtexemplar mit feiner Tönung. Stempelglanz Die schwedische Besitzung Wismar stellte aus dänischer Sicht wegen der kurzen Entfernung nach Dänemark die größte Gefahr dar. Bereits Christian V. hatte die mecklenburgische Stadt 1675 erobern können, mußte sie jedoch mit dem Frieden von Saint-Germain 1679 wieder an Schweden zurückgeben. Nachdem im Winter 1711/1712 eine Belagerung Wismars durch die Dänen gescheitert war, zog König Frederik IV. nach der Einnahme Stralsunds mit dänischen, preußischen, hannoverschen und russischen Truppen erneut vor die Stadt Wismar, wo sich bereits seit 1715 dänische Soldaten aufhielten. Die schwedische Garnison wurde durch schwedische Kriegsschiffe mit Nachschub versorgt, der eigentlich für Stralsund bestimmt war, jedoch zu spät kam. Am 2. März 1716 wurde Wismar von den Alliierten unter heftigen Beschuß gesetzt, und die hermetische Belagerung erschöpfte bald Garnison und Bürger. Am 8. April 1716 unterzeichnete der schwedische Kommandant die Kapitulation und überließ dem dänischen König die letzte schwedische Besitzung südlich der Ostsee.
Auf der Medaille wird vor allem auf die schlechte Versorgung während der Belagerung hingewiesen, die auch ausschlaggebend für die Kapitulation war. Auf der Vorderseite heißt es: ABSINT BELLA FAMES! VIVAS WISMARIA MIRA (= "Weichet Krieg und Hunger! Lebe, du wunderbares Wismar"). Die Rückseite erläutert: WISMARIA PER DECEM MENSES A FŒDERATIS OBSESSA TANDEM FAME CAPTA d. 19. april Ao 1716 (= "Wismar wurde zehn Monate von den Alliierten belagert und schließlich am 19. April 1716 durch Hunger eingenommen").
Information for lot 7495 from Auction 145
| Nominal/Year | Silbermedaille 1716, |
|---|---|
| Rarity | RR Prachtexemplar mit feiner Tönung. |
| Quotes | Galster 364; Grimm 6; Ossbahr 191 |