SACHSEN, KURFÜRSTENTUM (BIS 1806) UND KÖNIGREICH (1806-1918)
SACHSEN, KURFÜRSTENTUM (BIS 1806) UND KÖNIGREICH (1806-1918)
Estimated price : €500
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Description
II Exemplar der Auktion Fritz Rudolf Künker 162, Osnabrück 2009, Nr. 8079.
Laut Dieter Weber, Dresden (der wohl bedeutendste Kenner sächsischer Orden) handelt es sich bei diesem Exemplar aufgrund der eindeutig gröberen Emaillemalerei des Wappens nicht um eine Ausführung des ersten Modells (bis 1891/1911), sondern um eine Anfertigung der Firma Alfred Roesner. Zu Anfang 1915 erfolgte eine Bestellung der Ordenskanzlei von 100 Ritterkreuzen 2. Klasse mit Schwertern an die Firma Alfred Roesner.
Obwohl bereits 1912 eine Verfügung erlassen worden war, nach der das Wappen künftig geprägt sein soll, haben sich weder Glaser & Sohn noch Roesner an diese Herstellungsvorschrift gehalten und bis 1918 schätzungsweise 200 bis 300 (Glaser und Sohn) sowie ca. 150 (Roesner) Ritterkreuze mit Schwertern in der Ausführung mit gemaltem Wappen geliefert. Insofern wurden während des Ersten Weltkrieges Ritterkreuze mit Schwertern in der Ausführung mit geprägten Wappen (ca. zwei Drittel der Gesamtzahl) wie auch in der Ausführung mit gemaltem Wappen (ca. ein Drittel der Gesamtzahl) verliehen. Diese Erkenntnisse sind in der bisherigen phaleristischen Literatur unberücksichtigt geblieben.
Bei der „J“-Punze handelt es sich möglicherweise um ein schlecht punziertes „R“ der Firma Roesner. Die Firmen Juncker in Berlin und Jürgens in Braunschweig (als einzige deutsche Ordensjuweliere deren Name mit „J“ beginnt) können als Hersteller nicht in Betracht gezogen werden, da Gesuche außer-sächsischer Hersteller um Aufträge stets abgelehnt worden sind.
(Herrn D. Weber sei an dieser Stelle für seine weiterführenden Ausführungen herzlichst gedankt!)
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