KÖNIGREICH Charles VII, 1422-1461. Franc à cheval o. J. (12. September 1422), Montpellier.
KÖNIGREICH Charles VII, 1422-1461. Franc à cheval o. J. (12. September 1422), Montpellier.
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Description
GOLD. Von größter Seltenheit. 3. bekanntes Exemplar. Attraktives Exemplar, sehr schön-vorzüglich Charles VII. wurde am 22. Februar 1403 in Paris geboren. Frankreich befand sich zu der Zeit bereits seit über 60 Jahren in den Wirren des Hundertjährigen Krieges (1337-1453) mit England. An der Seite seines Vaters kämpfte Charles bereits in jungen Jahren als lieutenant général gegen die Truppen des englischen Königs Henry V (1413-1422) und des burgundischen Herzogs Jean sans Peur (1404-1419).
Nach dem Tod seiner älteren Brüder wurde er 1417 zum Dauphin und Regenten ernannt. Im darauffolgenden Jahr entkam er nur knapp der burgundischen Eroberung von Paris und mußte nach Bourges fliehen, von wo aus er mit Unterstützung der Armagnac die Wiederherstellung seiner Herrschaft in Angriff nahm. Da sich ein Ausgleich mit dem burgundischen Herzog als unmöglich erwies, ließ er ihn durch seine Untergebenen am 10. September 1419 auf der Brücke von Montereau ermorden. Daraufhin ging das Haus Burgund eine Allianz mit England ein und die vereinigten Truppen trieben den Dauphin, der fortan spöttisch "König von Bourges" genannt wurde, 1424 bis hinter die Loire zurück.
Mit Hilfe von Jeanne d'Arc gelang es Charles VII. ab 1429 das Blatt zu seinen Gunsten zu wenden und 1435 in dem für ihn sehr opfervollen Vertrag von Arras die Aussöhnung mit Burgund herbeizuführen. Eine letzte Gegenoffensive der Engländer endete 1453 mit der Niederlage und dem Tod des englischen Heerführers John Talbot in der Schlacht bei Castillon, die den Hundertjährigen Krieg beendete. In den folgenden Jahren bis zu seinem Tod am 22. Juli 1461 in Mehun-sur-Yèvre versuchte Charles die innere Ordnung und den Frieden im Land wiederherzustellen.
Die Münzprägung Charles VII. lässt sich in zwei Phasen gliedern, wobei die erste Phase zwischen 1422 und 1435 noch von zahlreichen Münzveränderungen (mutationes monetae) geprägt war, bevor es 1436 zu einer umfassenden Reform mit einer Vereinheitlichung der Münzbilder und Geldsorten kam. An der Münzprägung waren etwa 50 Münzstätten beteiligt, darunter 20 neu eröffnete Ateliers und 12 nicht-königliche Prägestätten (ateliers illégaux) der Oberbefehlshaber der königlichen Armee (Connétable de France), in denen das Geld zur Bezahlung der Söldner produziert wurde.
Das vorliegende Exemplar gehört zu den großen Seltenheiten der französischen Münzgeschichte des Mittelalters. Duplessy kannte nur 2 Exemplare in den Museen von Toulouse (Cabinet des Médailles) und Montpellier. In den Schriftquellen wird lediglich eine Prägung dieses Typs von 4.500 Exemplaren in Toulouse (8. Juli - 22. August 1424) und 200 Exemplaren in Romans (1. Juli 1424) erwähnt.
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Information for lot 21 from Auction 201
| Nominal/Year | Franc à cheval o. J. (12. September 1422), |
|---|---|
| Mint | Montpellier. |
| Rarity | Von größter Seltenheit. 3. bekanntes Exemplar. |
| Quotes | Duplessy 451; Fb. 302 (very rare) |