STADT Taler 1534.
STADT Taler 1534.
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Description
Attraktives Exemplar, sehr schön Dieser Taler ist ein interessantes Dokument der Glaubensauseinandersetzungen in der Renaissance. Die Wiedertäufer bestritten die Gültigkeit der Kindstaufe und verlangten eine bewußte Zweittaufe. Diese religiöse Forderung verband sich bald mit apokalyptischen Schwärmereien, Weltuntergangsvoraussagen und der Ablehnung der staatlichen, sozialen und kirchlichen Gegebenheiten. 1528 erließ Kaiser Karl V. ein Mandat, das die Wiedertäufer mit der Todesstrafe bedrohte. Daraufhin wurde diese Religionsbewegung scharf verfolgt. Nachdem in der Stadt Münster durch einen Vertrag zwischen Bürgerschaft und Bischof Franz von Waldeck die Reformation legalisiert worden war, verwandelte sich der Stadtrat in ein Wiedertäuferregiment. Verheerende Plünderungen von Klöstern, Kirchen und Archiven setzten ein, Privateigentum wurde abgeschafft, die Vielehe eingeführt. Während zahlreiche Bürger die Stadt verließen, hielten die Anführer der Wiedertäufer die verbliebenen Bewohner mit Terror und Hinrichtung zusammen. Erst mit Hilfe von Reichstruppen konnte Münster am 24. Juni 1535 befreit werden. Die Anführer der Wiedertäufer wurden am 26. Januar 1536 auf dem Marktplatz in Münster hingerichtet. Die Leichen wurden in eisernen Körben (bis zum Ende des 19. Jahrhunderts) am Turm der Lambertikirche aufgehängt.
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Information for lot 1663 from Auction 86
| Nominal/Year | Taler 1534. |
|---|---|
| Quotes | Dav. 9584 var.; Geisberg 15 |