Auction 442
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Lot 32
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Lot 32
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Lot 32
23 Jun 2026
12:00 pm
DEUTSCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN
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BRANDENBURG-PREUSSEN
PREUSSEN, KÖNIGREICH Friedrich Wilhelm I., der Soldatenkönig, 1713-1740. Silbermedaille 1733,
23 Jun 2026
12:00 pm
DEUTSCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN
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BRANDENBURG-PREUSSEN
PREUSSEN, KÖNIGREICH Friedrich Wilhelm I., der Soldatenkönig, 1713-1740. Silbermedaille 1733,
My notes
Description
PREUSSEN, KÖNIGREICH Friedrich Wilhelm I., der Soldatenkönig, 1713-1740. Silbermedaille 1733, von P. P. Werner, auf die Truppenschau in Berlin. Geharnischtes Brustbild r. mit umgelegtem Mantel und Ordensband//Auf weitem Feld stehen Truppen in Paradeaufstellung, oben PRO DEO (strahlendes Dreieck) ET MILITE, unten auf einem Band: BEROL Ù MDCCXXXIII Û, r. daneben N Ü. 86,96 mm; 231,12 g. Brockmann 566; Slg. Henckel 1374 (dort in Zinn); Menadier 271 Anm..
Von großer Seltenheit. Attraktives Exemplar mit feiner Patina, prachtvolles Medaillon, vorzüglich
Bestand Hohenzollernmuseum Schloss Monbijou, Berlin (HM 44, MKB 1745). Aus dem Nachlass Kaiser Wilhelms I.
Die Stempel für diese Medaille befinden sich im Berliner Münzkabinett.
Ein konkreter Anlass für die auf dieser eindrucksvollen Medaille dargestellte Truppenschau wird leider nicht genannt, die Ereignisse und historischen Hintergründe des Jahres 1733 legen jedoch bestimmte Zusammenhänge nahe. Bereits G. Pniower (Kat. Adolph Hess Nachf. 58, Frankfurt/Main 1894) vermutete, die Truppenschau könnte anlässlich des Einzugs von Kronprinz Friedrich (der spätere Friedrich II.) und seiner frisch angetrauten Ehefrau Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel erfolgt sein. Weiterhin war die militärische Lage im Jahr 1733 angespannt. Nach dem Tod des sächsisch-polnischen Königs August II. des Starken entflammte ein Thronfolgekrieg um die Besetzung des polnischen Königtums, in welchem sich alle europäischen Großmächte einschalteten. Vor diesem Hintergrund kam der Truppenschau als Machtdemonstration eine starke symbolische Bedeutung zu. Sie brachte die militärische Stärke und Tradition Preußens zum Ausdruck und unterstrich den bedingungslosen Gehorsam, der die Soldaten gegenüber ihrem Herrscher verpflichtete. Diese Botschaft richtete sich nicht nur an die politischen Akteure und Konkurrenten des preußischen Königs, sondern auch an die eigene Bevölkerung. Seit dem Beginn des 18. Jahrhunderts war es im preußischen Mutterland vermehrt zu Landflucht und Desertationen gekommen. Um die Stärke des Heeres zu sichern, führte Friedrich Wilhelm I. im Jahr 1733 das Kantonssystem ein. Hierbei wurde jedem Regiment ein festes Gebiet zugewiesen, aus welchem es zukünftig seinen Nachwuchs rekrutieren konnte. Die bereits erfassten – „entrollierten“, d. h. in Rollen eingetragenen – jungen Männer trugen als Zeichen ihrer Verpflichtung eine rote Armbinde oder rote Büschel am Hut.
Von großer Seltenheit. Attraktives Exemplar mit feiner Patina, prachtvolles Medaillon, vorzüglich
Bestand Hohenzollernmuseum Schloss Monbijou, Berlin (HM 44, MKB 1745). Aus dem Nachlass Kaiser Wilhelms I.
Die Stempel für diese Medaille befinden sich im Berliner Münzkabinett.
Ein konkreter Anlass für die auf dieser eindrucksvollen Medaille dargestellte Truppenschau wird leider nicht genannt, die Ereignisse und historischen Hintergründe des Jahres 1733 legen jedoch bestimmte Zusammenhänge nahe. Bereits G. Pniower (Kat. Adolph Hess Nachf. 58, Frankfurt/Main 1894) vermutete, die Truppenschau könnte anlässlich des Einzugs von Kronprinz Friedrich (der spätere Friedrich II.) und seiner frisch angetrauten Ehefrau Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel erfolgt sein. Weiterhin war die militärische Lage im Jahr 1733 angespannt. Nach dem Tod des sächsisch-polnischen Königs August II. des Starken entflammte ein Thronfolgekrieg um die Besetzung des polnischen Königtums, in welchem sich alle europäischen Großmächte einschalteten. Vor diesem Hintergrund kam der Truppenschau als Machtdemonstration eine starke symbolische Bedeutung zu. Sie brachte die militärische Stärke und Tradition Preußens zum Ausdruck und unterstrich den bedingungslosen Gehorsam, der die Soldaten gegenüber ihrem Herrscher verpflichtete. Diese Botschaft richtete sich nicht nur an die politischen Akteure und Konkurrenten des preußischen Königs, sondern auch an die eigene Bevölkerung. Seit dem Beginn des 18. Jahrhunderts war es im preußischen Mutterland vermehrt zu Landflucht und Desertationen gekommen. Um die Stärke des Heeres zu sichern, führte Friedrich Wilhelm I. im Jahr 1733 das Kantonssystem ein. Hierbei wurde jedem Regiment ein festes Gebiet zugewiesen, aus welchem es zukünftig seinen Nachwuchs rekrutieren konnte. Die bereits erfassten – „entrollierten“, d. h. in Rollen eingetragenen – jungen Männer trugen als Zeichen ihrer Verpflichtung eine rote Armbinde oder rote Büschel am Hut.
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Information for lot 32 from Auction 442
| Nominal/Year | Silbermedaille 1733, |
|---|---|
| Rarity | Von großer Seltenheit. |
| Quotes | Brockmann 566; Slg. Henckel 1374 (dort in Zinn); Menadier 271 Anm. |