Auction 442
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Lot 108
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Lot 108
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Lot 108
23 Jun 2026
12:00 pm
DEUTSCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN
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BRANDENBURG-PREUSSEN
PREUSSEN, KÖNIGREICH Friedrich Wilhelm III., 1797-1840. Goldmedaille zu 12 Dukaten 1823,
23 Jun 2026
12:00 pm
DEUTSCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN
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BRANDENBURG-PREUSSEN
PREUSSEN, KÖNIGREICH Friedrich Wilhelm III., 1797-1840. Goldmedaille zu 12 Dukaten 1823,
My notes
Description
PREUSSEN, KÖNIGREICH Friedrich Wilhelm III., 1797-1840. Goldmedaille zu 12 Dukaten 1823, von J. Lösch und B. Stiglmaier, auf die Vermählung seines Sohnes Friedrich Wilhelm (später König Friedrich Wilhelm IV.) mit Elisabeth Ludovika, der vierten Tochter des bayerischen Königs Maximilian I. (IV.). Joseph. Köpfe des Brautpaares nebeneinander r.//Die personifizierte Beständigkeit, von Amor bekränzt, sitzt in einem nach l. fahrenden Triumphwagen; mit der Rechten umfasst sie eine Säule, der Wagen wird von dem preußischen Adler und dem bayerischen Löwen gezogen. 41,17 mm; 41,70 g. Bolzenthal 113; Marienb. 10109; Witt. 2814; Mues/Olding 498. In US-Plastikholder der NGC mit der Bewertung MS 63 DPL (8588607-008).
GOLD. Von großer Seltenheit. Prachtexemplar. Vorzüglich-Stempelglanz
Bestand Hohenzollernmuseum Schloss Monbijou, Berlin (HM 186, MKB 1483). Aus dem Nachlass Kaiser Wilhelms I.
Die Ehe zwischen Elisabeth Ludovika von Bayern und Friedrich Wilhelm (später König Friedrich Wilhelm IV.) von Preußen stellt ein bedeutendes Beispiel für dynastische Verbindungen im 19. Jahrhundert dar. Mit ihrer Vermählung am 29. November 1823 in der Schlosskapelle des Berliner Schlosses wurde nicht nur eine persönliche Verbindung geschlossen, sondern zugleich die politische und kulturelle Annäherung zwischen Preußen und Bayern gefestigt. Elisabeth Ludovika, die vierte Tochter des bayerischen Königs Maximilian I. Joseph von Bayern, [wurde am 13. November 1801 in München geboren und] brachte die Traditionen des Hauses Wittelsbach in die preußische Monarchie ein und verkörperte damit eine Brücke zwischen zwei bedeutenden deutschen Staaten. Für den feierlichen Empfang der bayerischen Prinzessin errichtete man vor der Berliner Schlossbrücke eine Ehrenpforte, was die Bedeutung dieser Verbindung zusätzlich unterstrich. Die Ehe gewann besondere Bedeutung, als Friedrich Wilhelm IV. im Jahr 1840 den preußischen Thron bestieg und Elisabeth Ludovika zur Königin wurde.
Sie blieb zunächst ihrem katholischen Glauben treu und konvertierte erst 1830 zum Protestantismus – ein Schritt, der ihre Integration in das überwiegend protestantische Preußen erleichterte und zugleich die religiösen Spannungen der Zeit widerspiegelt. Persönlich galt Elisabeth Ludovika als kultiviert und kunstsinnig, Eigenschaften, die sie mit ihrem Gemahl teilte. Die Ehe blieb kinderlos, doch zeichnete sie sich durch eine enge geistige Verbundenheit aus. Besonders in den späteren Jahren zeigte sich ihre Loyalität und Hingabe, als sie ihren seit 1857 schwer erkrankten Mann bis zu dessen Tod 1861 pflegte. Ihr Leben war zudem eng mit bedeutenden Orten preußischer Geschichte verbunden, insbesondere mit Schloss Sanssouci, das sie ab 1835 bewohnte und das sie zur letzten Bewohnerin des einstigen Refugiums Friedrichs des Großen machte. Nach dem Tod ihres Mannes zog sie sich zunehmend zurück und verbrachte ihre letzten Jahre in Dresden, wo sie am 14. Dezember 1873 im Alter von 72 Jahren verstarb.
Insgesamt erscheint die Ehe Elisabeth Ludovikas mit Friedrich Wilhelm IV. weniger als rein politische Zweckverbindung, sondern vielmehr als eine Partnerschaft, die von gegenseitigem Respekt, kulturellem Austausch und persönlicher Verbundenheit geprägt war und damit exemplarisch für eine differenziertere Betrachtung dynastischer Ehen im 19. Jahrhundert steht.
GOLD. Von großer Seltenheit. Prachtexemplar. Vorzüglich-Stempelglanz
Bestand Hohenzollernmuseum Schloss Monbijou, Berlin (HM 186, MKB 1483). Aus dem Nachlass Kaiser Wilhelms I.
Die Ehe zwischen Elisabeth Ludovika von Bayern und Friedrich Wilhelm (später König Friedrich Wilhelm IV.) von Preußen stellt ein bedeutendes Beispiel für dynastische Verbindungen im 19. Jahrhundert dar. Mit ihrer Vermählung am 29. November 1823 in der Schlosskapelle des Berliner Schlosses wurde nicht nur eine persönliche Verbindung geschlossen, sondern zugleich die politische und kulturelle Annäherung zwischen Preußen und Bayern gefestigt. Elisabeth Ludovika, die vierte Tochter des bayerischen Königs Maximilian I. Joseph von Bayern, [wurde am 13. November 1801 in München geboren und] brachte die Traditionen des Hauses Wittelsbach in die preußische Monarchie ein und verkörperte damit eine Brücke zwischen zwei bedeutenden deutschen Staaten. Für den feierlichen Empfang der bayerischen Prinzessin errichtete man vor der Berliner Schlossbrücke eine Ehrenpforte, was die Bedeutung dieser Verbindung zusätzlich unterstrich. Die Ehe gewann besondere Bedeutung, als Friedrich Wilhelm IV. im Jahr 1840 den preußischen Thron bestieg und Elisabeth Ludovika zur Königin wurde.
Sie blieb zunächst ihrem katholischen Glauben treu und konvertierte erst 1830 zum Protestantismus – ein Schritt, der ihre Integration in das überwiegend protestantische Preußen erleichterte und zugleich die religiösen Spannungen der Zeit widerspiegelt. Persönlich galt Elisabeth Ludovika als kultiviert und kunstsinnig, Eigenschaften, die sie mit ihrem Gemahl teilte. Die Ehe blieb kinderlos, doch zeichnete sie sich durch eine enge geistige Verbundenheit aus. Besonders in den späteren Jahren zeigte sich ihre Loyalität und Hingabe, als sie ihren seit 1857 schwer erkrankten Mann bis zu dessen Tod 1861 pflegte. Ihr Leben war zudem eng mit bedeutenden Orten preußischer Geschichte verbunden, insbesondere mit Schloss Sanssouci, das sie ab 1835 bewohnte und das sie zur letzten Bewohnerin des einstigen Refugiums Friedrichs des Großen machte. Nach dem Tod ihres Mannes zog sie sich zunehmend zurück und verbrachte ihre letzten Jahre in Dresden, wo sie am 14. Dezember 1873 im Alter von 72 Jahren verstarb.
Insgesamt erscheint die Ehe Elisabeth Ludovikas mit Friedrich Wilhelm IV. weniger als rein politische Zweckverbindung, sondern vielmehr als eine Partnerschaft, die von gegenseitigem Respekt, kulturellem Austausch und persönlicher Verbundenheit geprägt war und damit exemplarisch für eine differenziertere Betrachtung dynastischer Ehen im 19. Jahrhundert steht.
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Information for lot 108 from Auction 442
| Nominal/Year | Goldmedaille zu 12 Dukaten 1823, |
|---|---|
| Rarity | Von großer Seltenheit. Prachtexemplar. |
| Condition | Vorzüglich-Stempelglanz / In US-Plastikholder der NGC mit der Bewertung MS 63 DPL (8588607-008). |
| Quotes | Bolzenthal 113; Marienb. 10109; Witt. 2814; Mues/Olding 498 |