Auction 442
·
Lot 186
Auction 442
·
Lot 186
Auction 442
·
Lot 186
23 Jun 2026
12:00 pm
DEUTSCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN
·
BRANDENBURG-PREUSSEN
PREUSSEN, KÖNIGREICH Wilhelm I., 1861-1888. Goldmedaille zu 12 Dukaten 1861,
23 Jun 2026
12:00 pm
DEUTSCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN
·
BRANDENBURG-PREUSSEN
PREUSSEN, KÖNIGREICH Wilhelm I., 1861-1888. Goldmedaille zu 12 Dukaten 1861,
My notes
Description
PREUSSEN, KÖNIGREICH Wilhelm I., 1861-1888. Goldmedaille zu 12 Dukaten 1861, von Chr. Pfeuffer (von F. W. Kullrich überarbeitet). Erinnerungsmedaille auf die Krönung des Königspaares in Königsberg / 3. Form. Die gekrönten Brustbilder Wilhelms I. und seiner Gemahlin Augusta nebeneinander r.//Das Eiserne Kreuz mit dem gekrönten Adlerschild belegt, davor Schwert, Zepter und Reichsapfel gekreuzt, umher Ordenskette, die mit acht kleinen Wappenschilden belegt ist. 42,19 mm; 41,82 g. Hüsken 7.229.1; Sommer P 94; Mues/Olding 638. In US-Plastikholder der NGC mit der Bewertung MS 63 DPL (8588607-006).
GOLD. R Prachtexemplar. Fast Stempelglanz
Bestand Hohenzollernmuseum Schloss Monbijou, Berlin (HM 1113, MKB 1529). Alter Bestand des Museums seit 1878.
Wilhelm, der zweite Sohn Friedrich Wilhelms III. und der Königin Luise, geboren am 22.3.1797 in Berlin, wurde militärisch erzogen und von den Eindrücken der Freiheitskriege geprägt. Er wurde 1825 Kommandeur des Gardekorps und musste 1848 nach dem Versuch, die Märzrevolution niederzuschlagen, als "Kartätschenprinz" beschimpft nach England fliehen. Nach seiner Rückkehr im Juni 1848 unterdrückte er 1849 mit preußischen Truppen den Pfälzer und den Badischen Aufstand. Im gleichen Jahr wurde er zum Generalgouverneur von Rheinland und Westfalen ernannt und residierte seitdem in Koblenz. Unter dem Einfluß seiner dem Liberalismus aufgeschlossenen Gemahlin Augusta geriet er in Konflikt mit der konservativen Regierung seines Bruders Friedrich Wilhelm IV., der 1857 so stark erkrankte, dass Wilhelm die Stellvertretung und seit 1858 die Regentschaft übernahm. Nach dem Tod des Bruders und der Regierungsübernahme am 2. Januar 1861 berief der 63-jährige ein liberales Ministerium und läutete damit die "Neue Ära" ein. Bald jedoch geriet er in den berühmten Verfassungskonflikt mit der Mehrheit des Parlaments. Durch die Berufung Otto von Bismarcks zum Ministerpräsidenten konnte die bereits fest geplante Abdankung Wilhelms I. zugunsten seines Sohnes Friedrich vermieden werden. Wilhelm I. und Bismarck waren ein starkes Führungsgespann und lenkten Preußen siegreich in den Kriegen gegen Dänemark (1864), Österreich (1866) und Frankreich (1870/71). Nach dem Sieg über Frankreich wurde Wilhelm I. bei der Kaiserproklamation im Spiegelsaal von Versailles am 18. Januar 1871 zum Deutschen Kaiser ausgerufen. Die allgemein anerkannte, respektierte und verehrte Persönlichkeit des "alten Kaisers", der am 9.3.1888 in Berlin kurz vor seinem 91. Geburtstag starb, wurde zu einem Sinnbild der Einheit und Größe des Kaiserreiches.
GOLD. R Prachtexemplar. Fast Stempelglanz
Bestand Hohenzollernmuseum Schloss Monbijou, Berlin (HM 1113, MKB 1529). Alter Bestand des Museums seit 1878.
Wilhelm, der zweite Sohn Friedrich Wilhelms III. und der Königin Luise, geboren am 22.3.1797 in Berlin, wurde militärisch erzogen und von den Eindrücken der Freiheitskriege geprägt. Er wurde 1825 Kommandeur des Gardekorps und musste 1848 nach dem Versuch, die Märzrevolution niederzuschlagen, als "Kartätschenprinz" beschimpft nach England fliehen. Nach seiner Rückkehr im Juni 1848 unterdrückte er 1849 mit preußischen Truppen den Pfälzer und den Badischen Aufstand. Im gleichen Jahr wurde er zum Generalgouverneur von Rheinland und Westfalen ernannt und residierte seitdem in Koblenz. Unter dem Einfluß seiner dem Liberalismus aufgeschlossenen Gemahlin Augusta geriet er in Konflikt mit der konservativen Regierung seines Bruders Friedrich Wilhelm IV., der 1857 so stark erkrankte, dass Wilhelm die Stellvertretung und seit 1858 die Regentschaft übernahm. Nach dem Tod des Bruders und der Regierungsübernahme am 2. Januar 1861 berief der 63-jährige ein liberales Ministerium und läutete damit die "Neue Ära" ein. Bald jedoch geriet er in den berühmten Verfassungskonflikt mit der Mehrheit des Parlaments. Durch die Berufung Otto von Bismarcks zum Ministerpräsidenten konnte die bereits fest geplante Abdankung Wilhelms I. zugunsten seines Sohnes Friedrich vermieden werden. Wilhelm I. und Bismarck waren ein starkes Führungsgespann und lenkten Preußen siegreich in den Kriegen gegen Dänemark (1864), Österreich (1866) und Frankreich (1870/71). Nach dem Sieg über Frankreich wurde Wilhelm I. bei der Kaiserproklamation im Spiegelsaal von Versailles am 18. Januar 1871 zum Deutschen Kaiser ausgerufen. Die allgemein anerkannte, respektierte und verehrte Persönlichkeit des "alten Kaisers", der am 9.3.1888 in Berlin kurz vor seinem 91. Geburtstag starb, wurde zu einem Sinnbild der Einheit und Größe des Kaiserreiches.
Show more'
Show less
Information for lot 186 from Auction 442
| Nominal/Year | Goldmedaille zu 12 Dukaten 1861, |
|---|---|
| Rarity | R Prachtexemplar. |
| Condition | Fast Stempelglanz / In US-Plastikholder der NGC mit der Bewertung MS 63 DPL (8588607-006). |
| Quotes | Hüsken 7.229.1; Sommer P 94; Mues/Olding 638 |