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Peter I., der Große, 1682-1725. Zinnmedaille 1708, Diakov 25.7.

EUROPÄISCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN
RUSSLAND, KAISERREICH

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Losnummer 5028




Schätzpreis: 200,00 €
Zuschlag: 340,00 €


Peter I. der Große, 1682-1725.
Zinnmedaille 1708, unsigniert (spätere Prägung des 19. Jahrhunderts). Tapferkeitsmedaille für die Teilnehmer der Schlacht bei Lesnaja am 29. September. Geharnischtes Brustbild r. mit Lorbeerkranz und umgelegtem Mantel//Der Zar fast v. v. auf einem springenden Pferd inmitten einer Schlachtszene; oben zu den Seiten zwei Engel, die eine Krone über sein Haupt halten, darüber Schriftband. 29,52 mm; 12,39 g.
Diakov 25.7.

Sehr selten in dieser Erhaltung. Vorzüglich-Stempelglanz

Anfang Juni 1708 erhielt der schwedische General Adam Ludwig Lewenhaupt von Karl XII. den Auftrag, mit seinen Truppen von Livland aus zum schwedischen Hauptheer zu stoßen, das mit dem König - von Sachsen kommend - Richtung Rußland gegen Peter den Großen zog. Die Vorbereitungen für diese Hilfstruppen zogen sich jedoch in die Länge, und als sich Ende Juni 1708 endlich ca. 11.000 Mann mit bedeutendem Proviant und Vorräten für das Hauptheer auf den Weg machten, ging der Marsch nur langsam voran. Peter der Große wollte die Vereinigung der feindlichen Truppenteile und den Nachschub für die schwedische Hauptarmee um jeden Preis verhindern und stellte sich General Lewenhaupt entgegen. Am 29. September (auf der Medaille ist - nach der russischen Variante des julianischen Kalenders korrekt - der 28. September angegeben) kam es im polnischen Dorf Lesnaja (heute Weißrußland) zur Schlacht, in der rund 6.000 Schweden fielen oder gefangengenommen wurden. Der Rest von Lewenhaupts Truppen (ca. 6.000 Mann) erreichte das schwedische Hauptheer am 12. Oktober 1708. Die Schlacht bei Lesnaja war ein katastrophaler Rückschlag für Karl XII. weil seine Armee den für den Angriff auf Zar Peter dringend benötigten Nachschub nicht erhielt. Für Peter den Großen war die "Lewenhaupt'sche Schlacht" der Grundstein für seinen Sieg über den Rivalen Karl XII.