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Friedrich Wilhelm III., 1797-1840. Goldmedaille zu 12 Dukaten 1823, Bolzenthal 113; Marienb. 10109; Witt. 2814.

DEUTSCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN
BRANDENBURG-PREUSSEN, PREUSSEN, KÖNIGREICH

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Losnummer 3805




Schätzpreis: 10.000,00 €
Mindestgebot: 8.000,00 €


Friedrich Wilhelm III. 1797-1840.
Goldmedaille zu 12 Dukaten 1823, von J. Lösch und B. Stiglmaier, auf die Vermählung seines Sohnes Friedrich Wilhelm (später König Friedrich Wilhelm IV.) mit Elisabeth Ludovika, der vierten Tochter des bayerischen Königs Maximilian I. (IV.). Joseph. Köpfe des Brautpaares nebeneinander r.//Die personifizierte Beständigkeit, von Amor bekränzt, sitzt in einem nach l. fahrenden Triumphwagen; mit der Rechten umfaßt sie eine Säule, der Wagen wird von dem preußischen Adler und dem bayerischen Löwen gezogen. 41,13 mm; 41,72 g. Mit der Bewertung der NGC (Photo Certificate) PF 64 Ultra Cameo.
Bolzenthal 113; Marienb. 10109; Witt. 2814.

GOLD. Von größter Seltenheit. Kabinettstück. Winz. Kratzer, Stempelglanz

Die vierte Tochter des Kurfürsten Maximilian IV. Joseph, die am 13. November 1801 in München geborene Elisabeth Ludovika, wurde am 29. November 1823 in Berlin mit dem Kronprinzen Friedrich Wilhelm vermählt. Für den Empfang der bayerischen Prinzessin errichtete man vor der Berliner Schloßbrücke eine Ehrenpforte. Die Königin starb im Alter von 72 Jahren am 14. Dezember 1873.

Friedrich Wilhelm, geboren am 15.10.1795, gelangte im reifen Alter von 44 Jahren an die Regierung. Mit ihm verbanden sich große Hoffnungen unter den Liberalen auf die Einlösung des Verfassungsversprechens seines Vaters sowie auf die Einberufung eines Landtages. Der König schien auch zunächst eine Wende der starren Politik seines Vaters einzuleiten. Bald jedoch stellte sich heraus, daß er keineswegs bereit war, seinen eigenen Machtumfang zugunsten einer konstitutionellrepräsentativen Volksvertretung zu reduzieren. Erst 1847 rief er einen Landtag ein und bewilligte unter dem Eindruck der Februarrevolution im März 1848 die liberalen Forderungen. Im Folgejahr lehnte er jedoch die von der Frankfurter Nationalversammlung angebotene Kaiserkrone ab, eine "aus Dreck und Letten gefertigte Krone", die den "Ludergeruch der Revolution" trage. Nach dem Scheitern der Revolution ließ er 1850 eine Verfassung oktroyieren, die den Landtag in seinen Rechten stark beschnitt. Friedrich Wilhelm IV. erlitt im Juli 1857 den ersten von mehreren Schlaganfällen, die zur Beeinträchtigung seines Sprachvermögens und Lähmung anderer Gehirnfunktionen führten. Im Jahr 1858 verschlechterte sich der Zustand des kinderlosen Königs derart, daß sein jüngerer Bruder Wilhelm die Regierung übernahm. Am 2.1.1861 erlag Friedrich Wilhelm IV. seiner schweren Krankheit im Alter von 65 Jahren.