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Goldmedaille zu 5 Dukaten 1704, Forster 85.

DEUTSCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN
AUGSBURG, STADT

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  Losnummer 47  






Schätzpreis: 20.000,00 €
Zuschlag: 28.000,00 €


Goldmedaille zu 5 Dukaten 1704, von P. H. Müller, auf den Entsatz der Stadt. AVGVSTA VINDELICORVM Ansicht der Stadt von Osten, im Abschnitt: UI OCCUPATA / D Û 16 DECEMB Û 1703 / MIRACULO LIBERATA / D Û 16 AUGUSTI / 1704 Û / º//BONÆ SPEI Å Taube mit Ölzweig im Schnabel fliegt auf einen Felsen im wogenden Meer zu, der die Arche trägt; an den Felsen ist das Stadtpyr gelehnt. 28,92 mm; 17,32 g.
Forster 85. In US-Plastikholder der NGC mit der Bewertung MS 62 (4379719-002).

GOLD. Von großer Seltenheit. Prachtexemplar. Fast Stempelglanz

Exemplar der Slg. Phoibos, Teil 1, Auktion Fritz Rudolf Künker 298, Osnabrück 2017, Nr. 4751.

Nachdem Bayern im Spanischen Erbfolgekrieg ein Bündnis mit Frankreich geschlossen hatte, und die Truppen bereits Memmingen und Ravensburg besetzt hatten, rückte der Kurfürst von Bayern am 6. Dezember 1703 gegen Augsburg vor. Er ließ Laufgräben bis kurz vor die Stadt bauen, von welchen das Bombardement seinen Anfang nahm. Es dauerte bis zum 15. Dezember, dann rückten die Franzosen unter Marschall Marsin in die Stadt ein. Sie plünderten die Stadt völlig aus; viele Familien wurden obdachlos und Lebensmittel wurden rar, was die Gier der Truppen aber nicht einschränkte. Der Kurfürst von Bayern ließ daraufhin eine Bestimmung über die Verpflegung der Truppen anschlagen, aber jeder Bürger, der sich darauf berief, war den Schlägen und Mißhandlungen durch die Franzosen ausgeliefert. Dieser Zustand änderte sich erst am 13. August 1704, als das bayerisch-französische Heer in der Schlacht von Höchstädt durch Prinz Eugen von Savoyen und den Herzog von Marlborough vollständig vernichtet wurde. Am 16. August rückte die französische Besatzung in größter Eile aus Augsburg ab; nicht jedoch ohne den Versuch, die Stadt vorher niederzubrennen, was aber glücklicherweise fehlschlug.