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Louis XIII, 1610-1643. Bronzegußmedaille 1613, Jones II, 46; Kress Coll. 563.

EUROPÄISCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN
FRANKREICH, KÖNIGREICH

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Losnummer 4101




Schätzpreis: 1.000,00 €
Zuschlag: 5.000,00 €


Louis XIII, 1610-1643.
Bronzegußmedaille 1613, von G. Dupré auf Nicolas Brulart de Sillery (*1544, Ó1624), Kanzler von Frankreich und Navarra. Brustbild r. mit umgelegtem Pelzmantel; am Armabschnitt Gravur I6I3//Apollo r. in vierspännigem Sonnenwagen, unten Astralglobus mit verschiedenen Sternzeichen. 73,31 mm; 100,47 g.
Jones II, 46; Kress Coll. 563.

Prachtexemplar. Vorzüglich

Nicolas Brulart, Marquis de Sillery gehörte einer angesehenen Familie an; ihr gehörten zahlreiche Besitztümer in der Umgebung der Stadt Sillery, nahe Reims. Bereits mit 18 Jahren wurde Nicolas nach Malta gesandt und hielt sich dort 12 Jahre auf, um dem Großmeister des Malteserordens zu dienen. Nach seiner Rückkehr bekleidete er ab 1603 das Amt des Kanzlers von Navarra, ab 1607 von Frankreich. Nicolas galt als einer der fähigsten Politiker seiner Zeit; er war Abgesandter unter Henri IV und spielte eine große Rolle bei den Friedensverhandlungen von Vervins. Während seiner Zeit als Kanzler wurde er auch mit den Kolonien "Neufrankreichs" (Kanada) betraut. Nach dem Tod Henris IV ernannte ihn die Königin Maria von Medici zum Ehrenritter, setzte ihn als Botschafter in Spanien und Italien ein und machte ihn später zum Staatsminister. Sein Einfluß am Hof sank jedoch, als er gegen die Berufung Kardinal Richelieus in den Staatsrat opponierte.

Vgl. zu G. Dupré auch L. Smolderen, À propos de Guillaume Dupré RN, 6. Serie, 32, 1990, S. 232-253.