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Slowakisches Kriegssiegeskreuz [Slovenský Vojenný Víťazný Kríž] (1939). 2. Modell (vierklassig, de facto fünfklassig, einseitige Ausführung - 1942-1943), große (50 x 65 cm) und kleine (40 x

SAMMLUNG PETER GROCH TEIL 9: SLOWAKEI
SLOWAKEI, SLOWAKISCHER STAAT (1939) BZW. (ERSTE) SLOWAKISCHE REPUBLIK (1939-1945)

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Lot number 108






Estimated price: 250.00 €
Hammer-price / sale price: 650.00 €


Slowakisches Kriegssiegeskreuz [Slovenský Vojenný Víťazný Kríž] (1939). 2. Modell (vierklassig, de facto fünfklassig, einseitige Ausführung - 1942-1943), große (50 x 65 cm) und kleine (40 x 30,5 cm) Verleihungsurkunde zum Kreuz II. Klasse für den deutschen Generalleutnant Helge Auleb (1887-1964), jeweils datiert Bratislawa am 11. September 1943, mit Prägesiegel und Originalunterschrift des Slowakischen Ministers für Landesverteidigung General Ferdinand Čatloš (1895-1972). Die große Urkunde ist zweimal gefaltet und in einer Ecke fehlt ein kleines Stück, die kleine ist einmal gefaltet und etwas eingerissen.


RR 2, II

Die kleine Urkunde ist abgebildet bei Karásek und Kozák (KAK) auf S. 60

Es handelt sich hierbei um die Verleihungsurkunden zur vorhergehenden Kat.-Nr.

Helge Arthur Auleb wurde am 24. März 1887 in Gehren (heute ein Ortsteil von Ilmenau in Thüringen) geboren. Nach dem Schulbesuch trat Auleb am 1. März 1907 als Fahnenjunker in das 3. Großherzoglich Hessische Infanterie-Leib-Regiment „Großherzogin“ Nr. 117 ein. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde er in die Reichswehr übernommen.

Am 1. Februar 1939 erfolgte seine Beförderung zum Generalmajor. Nach Tätigkeiten als Oberquartiermeister in der 5. Armee, in der 2. Armee und in der Heeresgruppe A ernannte man ihn am 15. Juni 1940 zum Chef des Kommandostabes des Militärbefehlshabers Nordfrankreich. Nach der Umbildung der Dienststelle verblieb Auleb zunächst in seiner Funktion und wurde am 25. Juli 1940 zum Kommandeur der 72. Infanterie-Division ernannt. Bereits am 5. September 1940 wurde er von seinem Posten abgelöst, bis zum 19. September 1940 in die Führerreserve versetzt und anschließend mit der Führung der 290. Infanterie-Division beauftragt. Auch dieses Kommando gab er schnell wieder ab und wurde am 14. Oktober 1940 zum Kommandeur der 6. Infanterie-Division ernannt, die er bis zum 10. Juni 1942 führte, wobei er am 1. Dezember 1940 zum Generalleutnant befördert wurde. Anschließend kam er abermals in die Führerreserve.

Am 20. Dezember 1942 wurde Auleb Kommandeur der Gruppe Auleb („Kaukasus“), bevor er am 1. Februar 1942 als Befehlshaber das Abschnittskommando Auleb (Krim) übernahm. Vom 26. Juli bis 15. August 1943 hatte man ihn mit der Führung des XXXXIX. Gebirgs-Korps beauftragt. Bereits am 15. August 1943 trat er wieder zur Führerreserve über und wurde einen Monat später am 17. September Kommandierender General der Sicherungstruppen und Befehlshaber im Gebiet der Heeresgruppe A. Als solcher folgte am 1. Dezember 1943 die Beförderung zum General der Infanterie. Am 18. Dezember 1943 wurde Auleb das neugeschaffene Kommando "Befehlshaber der Deutschen Truppen in Transnistrien" übertragen. Auleb erhielt dann am 24. Juni 1944 die Ernennung zum Kommandierenden General des LXIX. Armeekorps, mit dem er bei Kriegsende zunächst in britische Kriegsgefangenschaft geriet. Später wurde er in US-amerikanischen Gewahrsam übernommen und am 30. September 1947 aus der Gefangenschaft entlassen. Bei den Nürnberger Prozessen trat er als Zeuge auf. Am 14. April 1964 starb er in Düsseldorf. (www.wikipedia.de)